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Reza Aslan über den Islam und wie wir darüber sprechen

Der Religionswissenschaftler Reza Aslan spricht hier bei CNN Tonight über ein grundlegendes Problem bei der medialen Berichterstattung rund um vermeintlich religiös motivierte Vorkommnisse in der Welt. Ich würde ja eigentlich sagen, dass der Umgang mit diesem Thema mal wieder so richtig typisch USA ist, da denen beim kleinsten „Allahu akbar“ schon der Angstschweiß im Gesicht steht. Die letzten Wochen haben allerdings gezeigt, dass wir an dieser Stelle sicherlich auch Nachholbedarf haben.

Im Interview spricht er darüber, wie Debatten – beispielsweise über Teile der arabischen Welt – durch kleine aber feine Zusätze, wie „Islam“, plötzlich völlig aus ihrem ursprünglich angedachten Kontext gebracht werden. Daran stört sich aber am Ende einfach keiner und auf einmal wird aus einem Problem, das beispielsweise Saudi Arabien betrifft, ein Islam-Problem. Das führt wiederum dazu, dass statt 30 Millionen Saudis, plötzlich 1,6 Milliarden Muslime in ein und denselben Topf geschmissen werden.

Dass das dumm ist, Angst und Vorurteile schürt und schließlich in einem konstruktiven Diskurs absolut nicht weiterhilft, kann man sich selbst ausmalen. Vor allen Dingen wird diese Analogie dann wieder von anderen aufgegriffen und einfach permanent fortgeführt. So geht das aber nicht! Ich bin echt kein Religionsfachmann, aber dieses Statement von Reza hat ziemlich gerockt. Geklaut hab ich’s von Barlows Facebook-Feed, dem die unfassbar straighte Art von Reza Aslan ein Grinsen ins Gesicht gezaubert hat. Sorry, dass „straighte“ geschrieben so furchtbar aussieht. Wollte das da aber stehen haben…

EDIT: Das Video hat eine kurze Unterbrechung mit ein paar Sätzen von Netanjahu. Danach geht die Kiste mit Reza weiter.

(youtube)

kragl

feinundknusprig.de

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