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Positives Beispiel für Flüchtlingsintegration – Fischen-Au im Allgäu

Anschlag hier, Proteste da. Im Allgäu dagegen scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Neben den doch recht negativen Meldungen der letzten Monate tut so ein Licht am Ende des Tunnels doch ganz gut. Fischens Ortsteil Au hat vor einiger Zeit Zuwachs bekommen. Insgesamt 36 Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan sind in die alte Dorfwirtschaft des 300-Seelen-Dorfes eingezogen und versuchen, sich in die Dorfgemeinschaft einzugliedern. Das ZDF hat die Dorfgemeinschaft mit ihren Gästen für vier Monate begleitet.

Etwa ein Drittel der Deutschen fühlt sich von Asylbewerbern bedroht. Der 74-jährige Hans gehört nicht dazu. Der waschechte Allgäuer organisiert Brauchtumsabende und Bergtouren, weil ihm wichtig ist, dass sich die Flüchtlinge angenommen und heimisch fühlen. Hans spricht kein Englisch, doch das ist für ihn kein Hindernis: „Ich sag immer, ich lass halt die Seele sprechen und dann versteht man sich sehr gut.“

Im November ist es kalt im Allgäu. Aus dem leer stehenden Drogeriemarkt im Dorf ist eine Kleiderkammer geworden. Wenn Eva die Neuankömmlinge einkleidet, erinnert sie sich an ihre eigene Geschichte: „Ich wurde 1945 auf der Flucht aus Schlesien geboren“, erzählt sie. „Die Familie, die uns damals aufgenommen hat, war so reizend, die haben uns wirklich geholfen. Seitdem treffen wir uns jedes Jahr. Aus dieser Erzählung heraus hab ich gesagt: ‚Wenn jemals so eine Situation kommt, dann möchte ich auch helfen, von Anfang an, so weit ich kann.“

Echt schön geworden das Ding. Wer also mal ein ziemlich gelungenes Beispiel für Integrationsarbeit, Toleranz und Hilfsbereitschaft sehen möchte, dem kann ich das uneingeschränkt ans Herz legen. Daumen hoch!

(youtube)

kragl

feinundknusprig.de

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